Der Begriff PPF (Progressive Pulmonary Fibrosis; früher häufig unter progredient-fibrosierende interstitielle Lungenerkrankungen/PF-ILD subsumiert) fand erstmals im Jahr 2022 in die Guideline der ATS/ERS/JRS/ALAT Eingang. Um als PPF (außerhalb der idiopathischen Lungenfibrose, IPF) diagnostiziert zu werden, müssen ≥ 2 der 3 folgenden Kriterien innerhalb des vergangenen Jahres aufgetreten sein, für die es keine andere Erklärung gibt: (1; Abb.)

  • Symptome: Verschlechterung der respiratorischen Symptome
  • Lungenfunktion: Physiologische Anzeichen einer Krankheitsprogression

    - Absoluter Abfall der FVC (forcierte Vitalkapazität) um ≥ 5% oder

    - Absoluter Abfall der DLco (Kohlenmonoxid-Diffusionskapazität) um ≥ 10%

  • HRCT: ≥ ein radiologisches Anzeichen einer Krankheitsprogression 
    Eine Zunahme der Fibrose ist charakterisiert durch eines oder mehrere der folgenden Kriterien:

    - Erhöhtes Ausmaß oder Schweregrad der Traktionsbronchiektasen und Bronchiolektasen

    - Neue Milchglastverdichtungen mit Traktionsbronchiektasien

    - Neue feinretikuläre Verdichtungen

    - Erhöhtes Ausmaß oder erhöhte Grobheit der retikulären Verdichtungen

    - Neues oder vermehrtes Honeycombing

    - Erhöhter Lobärer-Volumenverlust

PPF Diagnose

Abb. 1: PPF-Diagnose: Nachweis von ≥ 2 der folgenden 3 Progressionskriterien (nach (1))

Referenz:

  1. Raghu G et al. Am J Respir Crit Care Med 2022; 205: e18-e47

PC-AT-105000