Typ-2-Diabetes, Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und chronische Nierenerkrankung (Chronic Kidney Disease – CKD) treten selten isoliert, meist jedoch gemeinsam auf und verstärken sich gegenseitig. Die Kombination wird als kardio-renal-metabolisches Syndrom bezeichnet. Das Leiden beginnt häufig ohne Symptome, was besonders gefährlich ist, da es unbehandelt schwerwiegende Komplikationen, bis hin zum Herztod, verursachen kann.

Die Frühdiagnose von Typ-2-Diabetes, Herzinsuffizienz und chronischer Nierenerkrankung ist wichtig 

Sobald eine dieser Erkrankungen auftritt, sollte auf Symptome und Zeichen der anderen Erkrankungen geachtet werden.

Wichtige Risikomarker für eine schnelle Abklärung

  • Diabetes: Der Langzeitzuckerwert HbA1c gibt Auskunft über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate.

  • Herzinsuffizienz: NT-proBNP ist ein Hormon, das bei Dehnung der Herzkammern freigesetzt wird und auf Herzschwäche hinweisen kann. Bei erhöhten Werten ist eine weitere Abklärung notwendig.

  • Nierenfunktion: Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) misst die Nierenfunktion, und der Albumin-Kreatinin-Quotient (UACR) im Urin zeigt eine Nierenschädigung an.

Wie Typ-2-Diabetes das Herz gefährdet

Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist das Risiko für die Entwicklung einer Herzschwäche hoch. Etwa die Hälfte der Betroffenen erkrankt daran. Anzeichen für Herzinsuffizienz können Müdigkeit, Atemnot und geschwollene Knöchel sein.

Warum Typ-2-Diabetes die Nieren bedroht

Typ-2-Diabetes erhöht auch das Risiko für eine chronische Nierenerkrankung (Chronic Kidney Disease – CKD). Bis zu 40% der Patient:innen entwickeln eine solche Erkrankung, die sich meist langsam und symptomlos entwickelt.

Selbst aktiv werden: Gesundheitsförderung bei Typ-2-Diabetes

Menschen mit Typ-2-Diabetes können viel tun, um ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen:

  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt den Blutzuckerspiegel, hilft überflüssige Kilos abzubauen und stärkt Herz und Kreislauf.

  • Ernährung: Auch eine gesunde Ernährung hilft, den Blutzucker zu kontrollieren.

  • Gewichtsreduktion: Ein gesundes Körpergewicht wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus und  entlastet Herz und Nieren.

  • Rauchstopp: Nichtrauchen reduziert das Risiko für Herz- und Nierenerkrankungen.

  • Therapietreue: Medikamente sollten immer, wie vom Arzt oder der Ärztin verordnet eingenommen werden, auch wenn keine Symptome vorliegen.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Typ-2-Diabetes

Sprechen Sie bei Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Achten Sie nicht nur auf Ihren Diabetes, sondern auch auf Ihr Herz und Ihre Nieren. Einmal im Jahr sollte eine Gesundenuntersuchung durchgeführt werden, um mögliche Probleme wie Herzschwäche oder Nierenschädigung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
 

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